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...Sie "La Finice"!

Cosimo Bradini und Guiseppe Greco
Cosimo Bradini und Guiseppe Greco

Was heißt La Finice?

C.B.: Das heißt »Der Phönix«.  Das ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Venedig. Leider auch vor 3 Jahren mal abgebrannt und dann, passend zum Namen, wieder neu aufgebaut.

Aber Ihr kommt nicht aus Venedig?

C.B.: Nein. Aber Venedig und Eis gehören absolut zusammen.

G.G.: Venedig ist die Eis-Hauptstadt von Italien. Deshalb haben wir das gerne als Vorbild genommen.

Wo kommt Ihr eigentlich her in Italien?

C.B.: Ich komme aus Neapel.

G.G.: Und ich aus Calabrien - Süditalien!

Seit wann bist Du in Deutschland?

C.B.: Seit kurz nach meiner Geburt!

Also klassisches Gastarbeiterkind der zweiten Generation?

C.B.: Genau! Aber nicht bei Opel, sondern meine beiden Eltern kommen auch aus der Gastronomie und haben bei den Farbwerken Höchst in der Küche gearbeitet. Ich habe dann in Bad Homburg mein erstes Lokal eröffnet.

Du bist also ein richtiger Gastronomienachwuchs.

C.B.: Ja, ich habe bisher nur Gastronomie gemacht. Nichts anderes.

G.G.: Was anderes kannst Du auch gar nicht.

C.B.: Stimmt. Wo waren wir?

In Bad Homburg – aber wie ging’s von da nach Rüsselsheim?

C.B.: Oh, das ist eine längere Geschichte. Ich hol Dir noch einen Espresso. Also später haben wir in Nackenheim ein Hotel gekauft. Doch die Umbaumaßnahemn haben so lange gedauert, da haben wir solange im Übergang das König­städter Waldhaus als Hotel und Restaurant betrieben. Das war so 1989. Und ein Stammgast von uns, ein Rechtsanwalt und Notar, der hat uns dann gefragt, ob wir nicht den Tennisclub machen wollen. Weil die haben einen neuen Pächter gesucht. Und da er uns sehr gut fand, dachte er, das wäre das Richtige für den Tennisclub. Und so kamen wir nach Rüsselsheim. Das war so 1993. Vor 7 Jahren habe ich dann das »Da Tino« übernommen. Und der Pino, ach das soll er selbst erzählen.

G.G.: Ich habe in Italien die Hotelfachschule besucht. Mit 19 war ich fertig, dann musste ich zur Marine 2 Jahre und dann bin ich 10 Jahre lang in der Welt umhergereist und habe überall als Hotelfachmann gearbeitet. In England, Spanien, Amerika. Und 1986 habe ich hier in Deutschland den Cosimo kennengelernt und seitdem arbeiten wir zusammen. Und wir haben nie ein Problem zusammen gehabt.

C.B.: Und wir haben beide 2 deutsche Frauen geheiratet.

G.G.: Und jetzt hat es sich ergeben, dass hier ein Lokal frei wurde und da haben wir gemeinsam das »La Felice« eröffnet. 50 Meter neben »Da Tino«. Das betreiben wir erst als Eiscafé jetzt im Sommer und bis zum Winter werden wir das Angebot etwas erweitern. Für uns ist das wichtig. Siehst Du im Sommer haben wir draußen vor »Da Tino« viele Plätze. Im Winter sind die weg und wir müssen oft Gäste fortschicken. Und jetzt können wir sagen: Warten Sie im »La Filice« und trinken Sie einen Prosecco und warten Sie bis ein Tisch frei ist.

Uwe Wenzel malt "La Fenice"
Uwe Wenzel malt "La Fenice"

C.B.: Und im »La Filice« machen wir das Eis natürlich selbst. Das ist etwas teurer, weil wir auch nur sehr gute Produkte und Zutaten verwenden wollen. Auch bei der Einrichtung haben wir viel investiert, damit die Leute sich wohlfühlen. Und als bekennender Rüsselsheimer Gastro­nom haben wir auch alles von Rüsselsheimer Firmen machen lassen. Und meinen Strom kauf’ ich auch bei Eprimo. Und das wunderbare Wandbild im Eiscafé hat der Rüsselsheimer Künstler Uwe Wenzel gemacht.

Eis
Das ganze Sortiment muss in sich stimmen.

Was ist das Geheimnis von einem guten Eis?

G.G.: Die Zutaten und die individuelle Note. Ohne gute Zutaten geht es schon mal gar nicht. Und die persönliche Note braucht viel Phantasie und einen guten Geschmack.

Wie meinst Du das?

G.G.: Siehst Du, Du kannst ein Zitroneneis, als Beispiel, so oder so machen.  Du kannst viel Zitrone reinmachen, so dass es den Leuten das Gesicht verzieht, oder Du kannst etwas milder das ganze abstimmen. Du kannst biologisch angebaute Zitronen nehmen statt gespritzten. Du kannst das Zitroneneis mit Wasser machen oder mit etwas Milch. Dann muss Dein Zitroneneis auch wieder zu Deinen anderen Eissorten passen. Das ganze Sortiment muss in sich stimmen. Da geht es um Nuancen. Das ist eine schöne Arbeit, das aufeinander abzustimmen und da haben wir uns viel Mühe gegeben.

Was ist Eure Lieblingseissorte?

C.B.: Joghurt esse ich sehr gerne und dazu ein Fruchteis. Das ist meine Kombination.

G.G.: Schokolade und Nuss.

Was kostet denn eine Kugel?

C.B.: 70 Cent – und wir haben die großen Kugeln.

Da gibst Unterschiede?

C.B.: Ja wir haben extra die größte Kugel genommen, die es gibt.

Und wie wird das Angebot dann erweitert?

C.B.: Wir werden Kuchen und Torten ergänzen und wir werden ein Frühstück anbieten. Ein richtiges Italienisches Frühstück. Frische Wurst. Mailänder Salami, italienischer Käse, alles frisch zubereitet. Und das von Montag bis Sonntag von 9 bis 11 Uhr. Und wir wollen Waffeln und Crépes anbieten. Und da wir im »Filice« durchgehend geöffnet haben, können wir so unsere Pause im »Da Tino«, von 14:30 bis 18:00 überbrücken. Es wird dann auch Caprese oder ein Carpaccio angeboten. Frische kleine Snacks.

Ich bedanke mich für das Interview.

G.G.: Wir haben zu danken und probiere unser Eis!

Mach ich.

PS.: Eis habe ich getestet. Super!

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